[2024][...]AV Als ich darüber nachdachte, wie ich an „Kleines Fenster“ herangehen sollte, dachte ich, hey, was passiert, wennich die Simulation ernst nehme. Wirklich ernst, buchstäblich... Denn, wie ich eingangs erwähnt habe, ist „Kleines Fenster“ eine Simulation. Also habe ich die Idee weitergedacht, was mit dem Loch in der Wand passieren würde, wie sich diese Geste im Verhältnis zu „Kleines Fenster“ verhalten würde. Mit anderen Worten, ich wollte herausfinden, was mit der Beziehung zwischen „Außen und Innen“ in dem Sinne geschieht, den du aus der romantischen Perspektive beschrieben hast, „dass es niemals außen oder innen ist - dass außen ein Name für bestimmte Bezüge im Inneren ist - dass das, was wir außen nennen, in einem anderen Bezugssystem innen ist“. Es war natürlich aus technischen Gründen nicht möglich, ich durfte kein Loch in die Wand hauen. Aber das ist es, was ich fragen wollte: Wenn es ein Loch in der Wand gegeben hätte, wie hättest du es in Bezug auf das „Kleine Fenster“ gesehen?ON Eine Camera Obscura in die Wand zu hauen und dann davor ein Fenster hängen, meinst du das?AV Ein Fenster würde ich nicht reintun. Es wäre nur das Loch.ON Eine Camera Obscura also...AV Ja, oder ein Loch in der Wand.ON Und mit dem Loch beginnen die Fragen... Das "Kleine Fenster" spielt wie die Camera Obscura mit der Perspektive. Schon wo du es platzierst…
en – curatorial textSomething like looking from the known into the known, into the crossing of the real with the real. ... she fills the exhibition space with a live projection of a tree‘s crown growing in the Lidice Gallery’s garden and brings us events from just a few metres away. The observer then becomes part of two environments in real-time. However, the projected leaves of the tree don’t bring the outside inside, instead, they create a new situation in a diferent context, dimension, and conditions. Is this construct of authenticity our new reality?live video transmission, dimensions variable) reaction to the Little Window (Kleines Fenster, 1997) by Olaf Nicolai (Installation: Soulad/Harmony of contrasts, Lidice Gallery and Collection, Lidice/PragueDocumentation: Lenka Lormanová
sk – kuratórsky textNiečo ako pohľad zo známeho do známeho, do kríženia skutočného so skutočným. ... vypĺňa výstavný priestor živou projekciou koruny stromu rastúceho v záhrade Lidickej galérie a približuje nám udalosti zo vzdialenosti niekoľkých metrov. Pozorovateľ sa tak stáva súčasťou dvoch prostredí v reálnom čase. Premietané listy stromu však neprenášajú vonkajšok dovnútra, ale vytvárajú novú situáciu v inom kontexte, dimenzii a podmienkach. Je tento konštrukt autenticity našou novou realitou?reakcia na Malé okno (Kleines Fenster, 1997) od Olaf Nicolaiživý video prenos, rozmery variabilnéInčtalácia: Soulad/Harmony of contrasts, Lidická galerie, Lidice/PrahaDokumentácia: Lenka Lormanová
de – kuratorischer TextSo etwas wie ein Blick vom Bekannten ins Bekannte, in die Kreuzung des Realen mit dem Realen. ... sie füllt den Ausstellungsraum mit einer Live-Projektion einer Baumkrone, die im Garten der Galerie Lidice wächst, und bringt uns das Geschehen aus nur wenigen Metern Entfernung. Der Betrachter wird so in Echtzeit Teil von zwei Umgebungen. Die projizierten Blätter des Baumes bringen jedoch nicht das Außen ins Innere, sondern schaffen eine neue Situation in einem anderen Kontext, einer anderen Dimension und unter anderen Bedingungen. Ist dieses Konstrukt der Authentizität unsere neue Realität?Reaktion auf Kleines Fenster (1997) von Olaf NicolaiVideo-Live-Übertragung, Maße variabelInstallation: Soulad/Harmony of contrasts, Lidice Galerie, Lidice/PragDokumentation: Lenka Lormanová